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Beerdigung / Cenaze

Die Beerdigung des Verstorbenen


Wie soll das Grab aussehen



  1. Das Grab muss mindestens die Tiefe einer Menschenbrust erreichen, jedoch ist es besser, tiefer und breiter zu graben.
  2. Die Sunna lehrt, im Grab eine Nische auszuhöhlen für die Beerdigung des Verstorbenen, wie im Grab des Propheten, Segen und Frieden auf ihm. Ist die Tiefe des Grabes erreicht, höhlt man in der Richtung der Kaaba die vorgesehne Nische aus, um den Verstorbenen hineinzulegen zu können.
  3. Ist es nicht möglich, eine Nische vorzubereíten, so gräbt man für den Verstorbenen einen Graben in die Erde. Dieser Garben wird im Grabgrund ausgehöhlt. Er wird mit irgendeinem Dach überdeckt, um zu vermeiden, dass der Verstorbene staubbedeckt wird.
  4. Die Beerdigung des Verstorbenen soll in einem Friedhof für Muslime stattfinden, außer wenn dies unmöglich wäre. Ein Märtyrer hingegen, der in einer Schlacht gefallen ist, sollte dort begraben werden, wo er getötet wurde, wenn dies möglich ist. So geschah es auch für die Märtyrer des Kampfes von Uhud, Gott schenke ihnen seine Gnade.


Wie wird der Verstorbene beerdigt



  1. Wenn es möglich ist, soll der Verstorbene in das Grab von der Seite, wo seine Füße liegen werden, hineingelegt werden.
  2. Es gehört sich, das Grab einer verstorbenen Frau mit einem Tuch zu decken.
  3. Eine Verstorbene Frau wird in das Grab gelegt durch einen der ihren, dessen Verwandtschaftsgrad die Heirat verbietet. Ist dies nicht möglich, soll sie durch einen älteren Mann, der befähigt ist zu beerdigen, hineingelegt werden. Der Verwandte, der berechtigt ist, die verstorbene Frau zu beerdigen ist der, welchem es erlaubt war, sie schon zu Lebzeiten zu sehen oder sie auf Reisen zu begleiten.
  4. Der Verstorbene wird in der Nische auf der rechten Seite platziert, das Angesicht in Richtung Kaaba. Er muss in der Nähe der Wand liegen, um nicht auf das Angesicht zu fallen, hinten ist er gestürzt von einem Erdhaufen, um nicht auf den Rücken zu fallen.
  5. Derjenige, welcher den Verstorbenen ins Grab legt, sagt: " Im Namen Gottes und im Glauben an Seinen Propheten".
  6. Die Knoten des Leichentuches am Kopf und an den Füßen lösen.
  7. Sobald der Verstorbene im Grab liegt, ummauert man ihn mit Schlammbacksteinen und verstopft die Zwischenräume mit der Erde, um zu verhindern, dass Staub eindringen kann. Anstelle von Schlammbacksteinen kann Schlif oder Ähnliches verwendet werden.
  8. Es ist empfehlenswert, auf das Grab dreimal Staub zu werfen, bevor man es mit Erde bedeckt.



Was macht man mit dem Grab nach der Beerdigung


  1. Das Grab soll um eine Handbreite über dem Boden erhöht werden, um erkannt zu sein und auch um vor Passantentritten geschützt zu werden. Gebete sprechen für das Heil des verstorbenen.
  2. Das Grab darf mit einem Stein oder etwas anderem dieser Art erkenntlich gemacht werden.
  3. Es ist besser, die Oberfläche des Grabes zu wölben.
  4. Es ist verboten, irgendetwas auf dem Grab zu bauen oder zu verputzen, da es sich um heidnische Bräuche handelt.
  5. Es ist sträflich, sich auf das Grab zu setzen oder sich daran zu lehnen. Es ist auch verboten, bei den Gräbern Zuflucht zu suchen oder spazieren zu gehen.
  6. Es ist nicht erlaubt, Moscheen zu bauen, oder Lampen anzuzünden auf den Gräbern. Gemäß Abu Dawud sagte der Prophet, Segen und Friede auf ihm: "Gott verdamme die Frauen, welche die Gräber besuchen, auch solche, welche Moscheen bauen oder Lampen anzünden auf den Gräbern", und ebenso: "Gott verdamme die Juden, welche aus den Gräbern ihrer Propheten Anbetungsstätten gemacht haben" (gemeldet durch al- Bukhari und Muslim).


Welche Regeln gilt für den Besuch der Gräber


Der Besuch der Gräber ist den Männern empfohlen, aufgrund der Überlieferung des Propheten. Er schreibt ihn vor als Erinnerung an das Ende und an ein neues leben. Der Besuch auf den Gräbern ist den Frauen verboten, aufgrund der vorher erwähnten Worte (Gott verdamme die Frauen, welche die Gräber besuchen....) Beim Besuch sollte der Besucher sagen: "Segen und Friede auf euch Gläubige und Muslime, die hier ruhen, wir werden Euch wiedertreffen. Wir bitten Gott, uns und Euch das Wohlbefinden zu verleihen". Man soll auch um Vergebung und Gnade für den verstorbenen bitten.


Dagegen ist es streng verboten den Verstorbenen um etwas zu bitten, ihn um seine Hilfe anzurufen, oder um seine Fürsprache anzuhalten. Ebenfalls darf man nicht mit den Händen über das Grab streichen oder darum herumkreisen. All dies sind abscheuliche und abergläubige Handlungen, die zu Vergötterung und zur Verneinung der absoluten Einheit Gottes führen. Die Propheten und die Apostel haben diese Einheit als gebot Gottes verkündigt, über welchem Segen und Friede liegt.

Welche Regel gilt, um sein Beileid auszusprechen


In Übereinstimmung mit der Sunna des Propheten wird das Beileid den Leidtragenden bis drei Tage und Nächte ausgesprochen. Die dazu gehörende Formel ist: "Gott erhöhe Eure Belohnung, versichere Euch seines Trostes und verleihe die Vergebung Eurem Verstorbenen". Die Erwiderung dieser Formel lautet: "Gott erhöhe Eure Gebete und schenke uns und Euch seine Gnade".

Wie wird die Veranstaltung von Trauerfeiern und besonderen Trauerversammlungen beurteilt


Die gebräuchliche Sitte, Versammlungen zu veranstalten, an denen der Koran während drei Nächten nach dem Tod rezitiert wird, oder Trauerfeiern und besondere Versammlungen am Tag des Todes, oder am dritten oder vierzigsten Tag, oder Jahrestag, sind alles abergläubige Handlungen, die vom Volk eingeführt wurden und weder auf dem Koran noch auf der Sunna des Propheten, noch auf den Überlieferungen der muslimischen Vorfahren basieren. Gott, der Erhöhte, möge ihnen Seine Gnade schenken.

Zum Abschluss bitten wir Gott, den Gesegneten, den Erhöhten, uns durch das unsterbliche Wort zu stärken in dieser und in der anderen Welt, uns leben und sterben zu lassen im Glauben des Islams und in der Lehre der Sunna, und uns zu Seinen frommen Verehrern zu zählen. Er ist der Erhörer und der Beantworter aller unserer Gebete.
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