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Einkleiden / Kefenlenmesi

Das Einkleiden des Verstorbenen


Das islamische Einkleiden des Verstorbenen, ausgenommen des Märtyrer eines Kampfes, ist eine vorgeschriebene religiöse Pflicht in Übereinstimmung aller Muslime. Die Durchführung dieser Pflicht ist ein allgemein gültiger Ritus; einmal von jemandem übernommen, sind die andern befreit. Die Kosten für das Einkleiden, für die Vorbereitung und für die Bestattung müssen aus den persönlichen Gütern geleistet werden, an denen sich kein fremdes Recht anschließt. Wenn der Verstorbene keine persönlichen Güter besitzt, fallen die Einkleidekosten auf denjenigen, der den Verstorbenen während seines Lebens unterhalten hat, zu. Wenn dieser keine Güter besitzt, wird das Einkleiden durch die islamische Kasse getragen, sonst fällt die Haftung kollektiv an die Muslime, die die Kosten für das Einkleiden, für die Vorbereitung und für die Bestattung decken können.


Das Leichentuch des Mannes


Der Mann wird in drei weiße Leichentücher, von denen keines ein Hemd oder Turban ist, eingewickelt. Es ist erlaubt, nur zwei Leichentücher zu gebrauchen. Die notwendige Mindestanzahl für das Einkleiden ist ein Leichentuch, das den ganzen Körper deckt.

Das Leichentuch des Kindes


Das Kind wird in ein einziges Leichentuch eingewickelt, aber es ist nicht verboten, es in drei Leichentücher einzuwickeln.

Wie wird der Mann eingewickelt?



  1. Die mit Weihrauch parfümierten Leichentücher werden aufeinander ausgebreitet. Das letzte davon muss größer und breiter sein.
  2. Der mit einem Tuch bedeckte Verstorbene wird auf die ausgebreiteten und mit Weihrauch parfümierten Leichentücher gelegt.
  3. Zusätzlich gibt es einen Hemd mit dem der Mann bekleidet wird.
  4. Der Rand des obersten Leichentuches über die rechte Seite des Verstorbenen falten und den anderen Rand über die linke Seite. Ebenso das zweite und dritte Leichentuch falten.
  5. Diese Leichentücher um den Körper festbinden, sie werden wieder gelöst, sobald der Verstorbene im Grab liegt.
  6. Falls man kein Leichentuch findet, das große genug ist, um den ganzen Körper zu decken, bedeckt man nur den Kopf, auf die Füße legt man Pflanzen oder Papierblätter oder ähnliches. Findet man nur genügend Blätter, um die intimen Organe des Verstorbenen zu decken, dann werden nur diese bedeckt. Sind bei zahlreichen Verstorbenen nicht genügend Leichentücher vorhanden, so können zwei oder drei Männer in ein einziges Leichentuch eingewickelt und im gleichen Grab bestattet werden, wie es mit den Uhud- Märtyrern, Gott schenke ihnen seine Gnade, getan wurde.

Das Leichentuch der Frau


Die Frau wird in fünf weiße Leichentücher eingewickelt: ein Hemd, eine Leibbinde, eine Bandage, ein Schleier für den Kopf, ein Stoffstück, um die Oberschenkel zusammenhalten. Wenn dies nicht möglich ist, wird die verstorbene Frau auf die gleiche Weise wie der verstorbene Mann eingewickelt.


Wie wird die Frau eingewickelt?


  1. Die Leichentücher werden in der Reihenfolge aufeinander ausgebreitet. Dann wird die mit einem Tuch bedeckte Verstorbene auf die ausgebreiteten und mit Weihrauch parfümierten Leichentücher gelegt.
  2. Das Stoffstück wird um ihre Oberschenkel gebunden.
  3. Die Leibbinde wird angezogen.
  4. Die Verstorbene wird mit ihrem Hemd bekleidet.
  5. Ihr Haar ist aus drei Teilen geflochten und liegt auf dem Rücken.
  6. Sie wird mit dem Schleier bekleidet.
  7. Sie wird in die Bandage eingewickelt, die zuerst festgebunden wird, dann wieder gelöst wird, sobald die Verstorbene bestattet ist.
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